BeFF – Berufliche Förderung von Frauen e.V.

Der Verein BeFF arbeitet seit 1986 an der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen  am Erwerbsleben.

Wir unterstĂĽtzen Frauen bei allen beruflichen Themen mit Beratung, Coaching, Seminaren, Programmen und Projekten. Wir engagieren uns in Gremien fĂĽr die strukturelle Verbesserung der Rahmenbedingungen fĂĽr die Erwerbsarbeit von Frauen und leisten Lobbyarbeit.

Seit 1994 ist der Verein Träger der Kontaktstelle Frau und Beruf in Stuttgart, Region Stuttgart – siehe Die Kontaktstellen Frau und Beruf, das Landesprogramm in Baden-WĂĽrttemberg.


Aktuelles

Im Gespräch mit Svetlana Franck, Mitarbeiterin und Coach im FORUM FRAUEN bei BeFF

Svetlana Franck, Mitarbeiterin und Coach im FORUM FRAUEN bei BeFF

Drei Fragen an Svetlana Franck, Mitarbeiterin und Coach im FORUM FRAUEN bei BeFF und Referentin unseres Mittagsimpulses mit dem Fokus Bewerbungsanschreiben.  

Ist das Anschreiben bei einer Bewerbung wichtig? Wenn ja, warum?

Das Anschreiben bei einer Bewerbung ist grundsätzlich wichtig, weil es als erstes gesehen und gelesen wird. Wenn wir das Anschreiben individuell und an die Position angepasst erstellen, steigern wir die Chance im weiteren Auswahlverfahren berücksichtigt zu werden. Achtung! Manchmal steht in Stellenausschreibungen, dass man kein Anschreiben braucht. In dem Fall brauchen wir es auch nicht zu schreiben.

Welche Tipps gibst du?
Ein Anschreiben ist nur ein Teil der Bewerbung. Es dient dazu, die Aufmerksamkeit der Recruiter*innen zu fesseln und die persönliche Motivation zum Ausdruck zu bringen. Das Anschreiben sagt aber noch nicht so viel über die eigenen Kompetenzen und Erfahrungen aus. Diese Information kommt im Lebenslauf. Deswegen muss der Lebenslauf genauso gut und professionell erstellt werden. Bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen können Frauen aus Stuttgart und der Region sich auch von BeFF in der Kontaktstelle unterstützen lassen.

Was sollte frau beim Anschreiben vermeiden?
Im Anschreiben sollte frau nicht ihren Lebenslauf in Prosa wiedergeben und auch keine Standardfloskeln in der Einleitung benutzen wie „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige vom 14. Mai in der Neuen Tageszeitung gelesen“ oder „Hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle als Empfangsleitung in Ihrem Hotel“. Eine fehlende Struktur im Anschreiben erschwert das schnelle Erfassen der Information. Auch sollte frau keinen Konjunktiv verwenden (z. B. „Ich würde mich freuen, wenn …“), weder am Ende noch in anderen Teilen des Anschreibens.

Herzlichen Dank!

Veröffentlicht unter News

Im Gespräch mit Referentin Claudia Manakas

Drei Fragen an Elternberaterin Claudia Manakas, Referentin unserer Veranstaltung „Let´s talk about family & business“.

Was sind denn heute aus Ihrer Sicht die besonderen Herausforderungen, wenn Beruf und Familie vereinbart werden mĂĽssen?
Das Mutter-bzw. Familienbild in Deutschland ist meiner Meinung nach gesamtgesellschaftlich noch immer stark von einer idealisierten Mutterrolle geprägt. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gerade für uns Frauen noch immer extrem schwer zu stemmen. Es mangelt weiterhin an Betreuungsplätzen, Frauen übernehmen noch immer den weitaus größten Anteil der Arbeit im Haushalt und der Familie. Sie verzichten auf ihre Karriere, arbeiten eher Teilzeit, nehmen mehr Elternzeit, verdienen weniger als Männer bei gleicher Ausbildung und sind daher in weitaus größerem Ausmaß von Stress und Burn-out betroffen als auch von Altersarmut. Der größte Anteil der Alleinerziehenden sind ebenfalls noch immer Mütter, die in dieser Situation wiederum ein Vielfaches dieser Problematik zu tragen haben.

Welche BefĂĽrchtungen und Ă„ngste spielen eine Rolle und wie kann diesen begegnet werden?
Es gibt keine Lobby fĂĽr Familien und gleichzeitig steigt sowohl der gesellschaftliche Druck auf Familien als auch der eigene Anspruch von Frauen/MĂĽttern allen „ihren“ Aufgaben nicht nur gerecht zu werden – sondern in allem perfekt sein zu mĂĽssen. Ich erlebe immer mehr MĂĽtter, die Angst davor haben in der Erziehung etwas falsch zu machen und ihrem Kind damit zu schaden; Ă„ngste um ihre Existenz, um ihre Karriere usw., die unter Umständen auch alle sehr berechtigt sind, da sie die Hauptlast tragen.
Allen Ängsten kann damit begegnet werden, wenn wir sie ins „richtige Licht“ rücken. Gleichzeitig halte ich es für sehr sinnvoll, sich ein Netzwerk aufzubauen, um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen und auf Unterstützungssysteme aktiv zurückzugreifen. Es gibt Coaching speziell für Mütter (Anmerkung BeFF: beispielsweise bei der Kontaktstelle Frau und Beruf in Stuttgart), um sie genau bei diesen Themen zu unterstützen und ihren Alltag etwas leichter zu gestalten.

Wieso hilft miteinander reden?
Sobald wir miteinander über ein belastendes Thema sprechen, sind wir schon bereit, etwas davon abzugeben, bzw. loszulassen. Wir können fragen, wie andere Frauen in derselben Situation handeln, welche Ideen sie dazu haben und erhalten so neue Perspektiven und eventuell neues Wissen und auf diese Weise neue Handlungsperspektiven. Sich miteinander auszutauschen, kann Erleichterung bringen, da die Frauen dadurch die Möglichkeit bekommen zu erkennen, dass andere Familien die gleichen Probleme haben und sich die Dinge etwas relativieren. Gemeinsam Lachen und neue Ideen entwickeln sowie ein Netzwerk aufbauen, können davon z.B. ein Ergebnis sein.

Herzlichen Dank!

Veröffentlicht unter News

So steht es um die berufliche Gleichstellung der Frau

⏯ 🎬Regio TV Stuttgart war zu Gast bei uns und hat unsere geschäftsführende Vorständin Inge Zimmermann interviewt. Euch erwartet ein kurzweiliger Einblick in unsere Tätigkeitsbereiche und Inge Zimmermann zeigt an welchen Stellen der Schuh in puncto beruflicher Gleichberechtigung noch ziemlich drückt.

So steht es um die berufliche Gleichstellung der Frau | Regio TV (regio-tv.de)

Veröffentlicht unter News