BeFF – Berufliche Förderung von Frauen e.V.

Der Verein BeFF arbeitet seit 1986 an der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen  am Erwerbsleben.

Wir unterstĂĽtzen Frauen bei allen beruflichen Themen mit Beratung, Coaching, Seminaren, Programmen und Projekten. Wir engagieren uns in Gremien fĂĽr die strukturelle Verbesserung der Rahmenbedingungen fĂĽr die Erwerbsarbeit von Frauen und leisten Lobbyarbeit.‘
Einblicke in unsere Arbeit bietet der Jahresbericht 2020

Seit 1994 ist der Verein Träger der Kontaktstelle Frau und Beruf in Stuttgart, Region Stuttgart – siehe Die Kontaktstellen Frau und Beruf, das Landesprogramm in Baden-WĂĽrttemberg.

Der gemeinnĂĽtzige Verein wurde 1985 von aktiven Frauen, die sich fĂĽr die gleichberechtigte Chancen von Frauen im Berufsleben einsetzen, gegrĂĽndet. Seitdem beraten wir Frauen bei allen beruflichen Fragestellungen und haben eine Vielzahl von Projekten zur beruflichen Weiterentwicklung von Frauen aufgelegt und umgesetzt.

Unser Ziel ist es, für Frauen und Männer eine gleichberechtigte Teilhabe am Erwerbsleben, an der Familie, am öffentlichen Leben und der Politik zu erreichen.

An der Entstehung des baden-württembergischen Landesprogramms Kontaktstellen Frau und Beruf wirkte der Verein aktiv mit und ist seit 1994 Träger der Kontaktstelle Frau und Beruf in Stuttgart.
Mit BeFF steigen Frauen ein und auf – Berufliche Zukunft gestalten: Flyer


Verwaltungsrat und Geschäftsführung:

Im Verwaltungsrat sind derzeit Dagmar BĂĽrkardt, Gudrun Christ, Manuela Rukavina, Manuela Reik und Ramona Auer.

Die geschäftsführende Vorständin ist Inge Zimmermann.

Satzung


Aktuelles

Drei Fragen an Andrea Hörtig und Corinna Elison zu „Sozialwirtschaft – ein Berufsfeld mit Perspektive“

Im Rahmen von dem Unternehmenseinblick zu dem Thema „Sozialwirtschaft – ein Berufsfeld mit Perspektive“ fĂĽhrten wir ein Interview mit Andrea Hörtig (Trägerbeauftragte fĂĽr die kath. Kindertagesstätten in Stuttgart) und Corinna Elison (PiA-Beauftragte).

Andrea Hörtig (Trägerbeauftragte für die kath. Kindertagesstätten in Stuttgart)

Das Katholische Stadtdekanat Stuttgart betreibt 60 Kindertagesstätten und beschäftigt rund 700 pädagogische Mitarbeitende.

Was macht den Beruf der pädagogischen Fachkraft (Erzieher*in) aus Ihrer Sicht interessant und attraktiv?

Eines ist sicher: Dieser Beruf hat Zukunft und bietet gute berufliche und persönliche Entwicklungschancen. Durch den Ausbau der Kita-Plätze im Ganztagesbereich sowie im Kleinkindbereich, also für Kinder unter drei Jahren, ist der Bedarf an pädagogischen Fachkräften nach wie vor hoch. Die pädagogische Arbeit eröffnet den Mitarbeitenden Gestaltungsmöglichkeiten in der Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit mit den Kindern. Fachkräfte haben die Möglichkeit, in ihrer Arbeit Schwerpunkte in verschiedenen Bildungsbereichen wie z.B. Sprache, Kreatives Gestalten, Musik, Natur, Forschen, Mathematik usw. zu legen. Auch die Vielseitigkeit des Berufs ist ein Pluspunkt: Neben der Begleitung der Kinder in ihren Bildungsprozessen werden Elterngespräche geführt, Veranstaltungen organisiert und Portfolios gestaltet. Für Abwechslung ist also gesorgt. Die Perspektiven für die Karriere sind gut: klassische Positionen auf dem Karriereweg sind Teamleitung, stellvertretende Leitung oder Einrichtungsleitung.

Ausbildungswege/Quereinstieg/Karriere – welche Möglichkeiten gibt es?

Viele Wege führen in den Beruf der pädagogischen Fachkraft: Neben der klassischen Ausbildung am Berufskolleg mit Praktika gibt es seit einigen Jahren die sogenannte praxisintegrierte Ausbildung, auch bekannt unter dem Begriff PiA. Dazu kommen Ausbildungswege über ein Studium, z.B. frühkindliche Bildung und Erziehung oder Soziale Arbeit in der Elementarpädagogik. Auch Frauen aus verwandten Berufen, wie z.B. Logopädinnen oder Physiotherapeutinnen können mit einer berufsbegleitenden Weiterbildung als pädagogische Fachkraft in der Kita einsteigen. Gerade auch für Frauen, die über eine berufliche Veränderung nachdenken gibt es die Möglichkeit des Quereinstiegs über die sogenannte Schulfremdenprüfung sowie verschiedene Teilzeit-Ausbildungsmodelle.

Weshalb sollten sich auch Männer für diesen Beruf entscheiden?

Der Anteil von Männern, die den Beruf der pädagogischen Fachkraft ausüben, nimmt zu – ist aber immer noch vergleichsweise niedrig. Klar ist: Die Kinder profitieren davon, wenn sie in der Kita neben den weiblichen auch männliche Rollenvorbilder erleben. Und auch für die pädagogischen Teams ist die Mitarbeit von Männern eine Bereicherung. Über Praktika oder ein FSJ haben junge Frauen und Männer die Möglichkeit, das Berufsfeld der pädagogischen Fachkraft kennenzulernen.

Vielen Dank fĂĽr diesen Einblick!

 

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Drei Fragen an Jessica Telschow zum Impuls: Hinfallen – Aufstehen – Karriere machen

Drei Fragen an Jessica Telschow, Abteilungsleiterin bei Bosch, zu ihrem Mittagsimpuls „Hinfallen – Aufstehen – Karriere machen“

Warum ist es so wichtig, ĂĽber das Thema Krankheit zu sprechen?
Ich persönlich glaube eh, dass es nichts gibt, ĂĽber das man nicht sprechen kann. Interessanterweise stelle ich immer wieder fest, dass das Thema Krankheit im sprachlichen Kontext oft mit Schwäche verbunden wird. FĂĽr mich ist Krankheit keine Schwäche, sondern ein „Zustand“ im Leben, der es beeinflusst oder auch verändert. Der Mensch neigt dazu, Veränderungen mit negativen Erlebnissen in Verbindung zu bringen. Veränderungen finde ich wichtig – somit ist und war die Brustkrebsdiagnose etwas, das mich verändert hat. Ob diese Veränderung ohne die Diagnose stattgefunden hätte, kann ich nicht sagen. Ich habe sie einfach in mein Leben integriert.

Wer hat Ihnen geholfen und Sie den Weg „gehen lassen“?
Tatsächlich habe ich mir im ersten Moment selbst geholfen. Selbst dahingehend, dass ich einen Plan für mich gemacht habe. Im Rückblick stellt man fest, dass die eine oder andere Entscheidung vielleicht heute anders ausfallen würde.

Spannend ist nicht, was im Jahr der Erkrankung passiert ist – sondern was sich zwei Jahre später alles verändert hat. Ich habe mich vom damaligen Freund getrennt und 2019 meinen jetzigen Ehemann kennengelernt. Bei der „Suche“ nach einem neuen Partner sprach ich stets sehr offen ĂĽber meine Erkrankung – auch mit den sichtbaren körperlichen Folgen. Es gibt Männer, die können nicht damit umgehen. Das ist das Spiegelbild der Gesellschaft – warum können wir nicht mit Defiziten umgehen? Bei der Reflexion stellte ich fest, dass dies oft mit Angst zu tun hat. Somit sind wir bei der ersten Frage, warum ich darĂĽber spreche.

Was wĂĽnschen Sie sich fĂĽr Ihre Zukunft?
Dass ich meine Erfahrungen weitergeben kann. Insbesondere um im Arbeitskontext den Führungskräften die Angst vor diesem Thema zu nehmen. Sei es für sie privat oder für ihre Führungsrolle im Umgang mit den Mitarbeitenden. Die Zeiten sind momentan so verrückt, dass uns Mut und Offenheit helfen kann, diese auszuhalten.

Vielen Dank fĂĽr den inspirierenden Einblick!

 

Drei Fragen an Manuela Reik im Anschluss an unseren Workshop zum Thema Emotionale Intelligenz

Drei Fragen an unsere Referentin Manuela Reik, Business Coach und Trainerin, zum Thema „Emotionale Intelligenz“

Was ist „Emotionale Intelligenz“ und was nützt es mir, wenn ich emotional intelligent bin?
Unter emotionaler Intelligenz (EI oder auch EQ) wird die Fähigkeit verstanden, Gefühle und menschliche Beziehungen richtig einschätzen und entsprechend handeln zu können.

Unser Verhalten, unsere Entscheidungen, unsere Beziehungen mit anderen sind alle beeinflusst von unserem Grad an EMOTIONALER INTELLIGENZ.
Negative Emotionen fĂĽhren zu negativen Stimmungen. Wenn ich in der Lage bin, dies zu erkennen und zu regulieren, werde ich auch meine Handlungen daran ausrichten (z.B. nicht Frust an Unbeteiligten auslassen).

Wie misst man denn Emotionale Intelligenz?
Nach den Psychologen Mayer und Salovey anhand der vier Kategorien:
• Wahrnehmung (über Gestik, Mimik, Körperhaltung)
• Nutzung (Wissen über meine/ deine Emotionen)
• Verstehen (Emotionen analysieren)
• Beeinflussen (Gefühle vermeiden, Bewertungen korrigieren)

Wie kann ich meine Emotionale Intelligenz trainieren?
Schärfen Sie Ihren Blick und beobachten Sie das Verhalten anderer und versuchen Sie deren Emotionen (z.B. am Gesichtsausdruck) zu lesen. Oder notieren Sie für sich selbst Situationen, in denen Sie negative Emotionen entwickeln, wie Wut, Frust, Aggressivität und wie Sie sich in weiterer Folge verhalten haben. Überlegen Sie sich, wie Sie sich stattdessen lieber verhalten hätten und ändern Sie es beim nächsten Mal.

Vielen Dank fĂĽr den Einblick!

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Drei Fragen an Beraterin Svetlana Franck zum Selbstmarketing im Lebenslauf

Drei Fragen an unsere Referentin und Mitarbeiterin Svetlana Franck zum Selbstmarketing im Lebenslauf.

Was bedeutet „Selbstmarketing im Lebenslauf“?
Das bedeutet, Frau sollte nicht nur von ihrem beruflichen Leben berichten, sondern individuell auf die ausgeschriebene Stelle und den potenziellen Arbeitgeber eingehen. Sie sollte versuchen zu verstehen, wo beim potenziellen Arbeitgeber „der Schuh drückt“, welche Werte das Unternehmen transportiert und was sie persönlich an der Stelle reizt. Der Lebenslauf mit den aufgeführten Kompetenzen und Erfahrungen muss aufzeigen, dass sie als Bewerberin eine Lösung „für das Problem“ des Arbeitgebers bietet. Und nicht nur das. Frau sollte durch ihre Bewerbungsunterlagen vermitteln können, dass sie in die Kultur des Unternehmens reinpasst und einen Mehrwert darstellt.

Welches Marketinginstrument sollte ich im Lebenslauf verwenden?
Das wichtigste Marketinginstrument, das bei der Erstellung eines Lebenslaufs benutzt wird, ist die Zielgruppendefinition. Wenn Sie Ihre Zielgruppe nicht kennen, können Sie kein gutes Angebot machen und entsprechend nichts verkaufen. Also, Frau sollte die Bedürfnisse und die Kultur des Unternehmens kennen, um das passende Angebot, sprich den passenden Lebenslauf, zu erstellen. Die wichtigste Quelle dafür ist die Stellenausschreibung selbst sowie die Website.

Ganz konkret heißt es: Wenn nach Kommunikations-Skills gefragt wird, erzählen Sie, mit WEM, WIE und mit WELCHEM ERGEBNIS Sie kommuniziert haben. Sagen Sie nicht einfach „Ich bin kommunikativ.“, sondern beweisen Sie es anhand von konkreten Handlungen und Ergebnissen.

Welche Vorteile habe ich dadurch?
Wenn Sie es schaffen, aus der oben beschriebenen Perspektive auf die Stellenausschreibungen zu sehen, werden Sie Ihre Kompetenzen und Erfahrungen im Lebenslauf viel präziser und zieltreffender beschreiben können. Sie werden sich von anderen Kandidaten*innen deutlich abheben und im Gedächtnis der Personaler*innen bleiben. Sie bekommen mehr Einladungen zu Vorstellungsgesprächen und stärken automatisch auch Ihr Selbstbewusstsein.

Vielen Dank fĂĽr die Anregungen!

Drei Fragen zum Storytelling an Filmemacherin und Videocoach Christine Harbig

Drei Fragen an unsere Referentin Christine Harbig, Filmemacherin und Videocoach, zu ihrem Workshop „Storytelling als Marketingsinstrument“ beim GrĂĽnderinnentreff.

Was bringt Storytelling fĂĽrs Business?
Neurologische Studien zeigen: Gute Storys bleiben viel besser im Gedächtnis als eine einfache Information. Denn unser Hirn liebt Geschichten, bei denen wir etwas lernen können. Besonders, wenn sie mit Emotionen verknüpft sind. Wenn wir unsere Gründungsgeschichte, Erfolgsstorys unserer Kunden oder aus unserem Business-Alltag erzählen, bauen wir damit Vertrauen auf. Wir nehmen mit auf eine emotionale Reise, lassen mitfühlen und regen zum Nachdenken an. Storys helfen uns also, in der Informationsflut des Internets gehört zu werden und in Erinnerung zu bleiben. Außerdem werden gute Storys in Social Media besonders gerne geteilt, geliked und weitererzählt. Business Storys helfen uns also auch, Reichweite zu gewinnen und bekannter zu werden.

Wo kann ich Storytelling einsetzen?
Storytelling ist ein universelles Marketing-Instrument und lässt sich auf alle möglichen Formate anwenden. Wer das Grundprinzip von Storytelling verstanden hat, kann es überall einsetzen: Nicht nur in Social Media Storys, sondern genauso auf der eigenen Webseite, im Blog oder sogar in Videos. Das Schöne ist: Storytelling funktioniert überall auf der Welt – selbst in anderen Kulturen. Am Ende des Tages ist Storytelling eine Technik des Content Marketing. Damit können wir Kunden überzeugen, ein Team anführen oder unsere persönliche Marke entwickeln und nach außen sichtbar werden lassen. Wir brauchen nur die Erzählweise an verschiedene Formate anzupassen. Mit Business Storys lassen sich Geschichten aus verschiedenen Perspektiven erzählen, um den Kundinnen Einblicke hinter die Kulissen zu geben. So wissen sie genau, mit wem sie es eigentlich zu tun haben und wir können genau die Kundinnen anziehen, die zu uns passen.

Was macht eine gute Story aus?
Spannende Geschichten sind nach einem bestimmten Grundmuster gestrickt. Das hat der Mythologie-Forscher Joseph Campbell herausgefunden und daraus seine Heldenreise entwickelt. Eine gute Story funktioniert nach dem Prinzip der Heldenreise: Es gibt eine Hauptperson, die ein Problem hat und sich auf den Weg macht, um es zu lösen. Auf ihrem Weg muss sie verschiedene Hindernisse überwinden und am Ende steht ein Happy End. Die Kunst ist es, dieses Grundmuster auf den Business Kontext zu übertragen. Die wichtigste Zutat, die in keiner guten Geschichte fehlen darf, ist ein Konflikt und damit die Spannung. Eine Business Story gibt ein anschauliches Beispiel, damit sich unsere Kundinnen besser vorstellen können, wie unsere Arbeit abläuft und wie wir ihnen helfen können.

Vielen Dank fĂĽr die Anregungen!