BeFF – Berufliche Förderung von Frauen e.V.

Der Verein BeFF arbeitet seit 1986 an der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen  am Erwerbsleben.

Wir unterstĂĽtzen Frauen bei allen beruflichen Themen mit Beratung, Coaching, Seminaren, Programmen und Projekten. Wir engagieren uns in Gremien fĂĽr die strukturelle Verbesserung der Rahmenbedingungen fĂĽr die Erwerbsarbeit von Frauen und leisten Lobbyarbeit.

Seit 1994 ist der Verein Träger der Kontaktstelle Frau und Beruf in Stuttgart, Region Stuttgart – siehe Die Kontaktstellen Frau und Beruf, das Landesprogramm in Baden-WĂĽrttemberg.


Aktuelles

Im Gespräch mit Referentin Claudia Manakas

Drei Fragen an Elternberaterin Claudia Manakas, Referentin unserer Veranstaltung „Let´s talk about family & business“.

Was sind denn heute aus Ihrer Sicht die besonderen Herausforderungen, wenn Beruf und Familie vereinbart werden mĂĽssen?
Das Mutter-bzw. Familienbild in Deutschland ist meiner Meinung nach gesamtgesellschaftlich noch immer stark von einer idealisierten Mutterrolle geprägt. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gerade für uns Frauen noch immer extrem schwer zu stemmen. Es mangelt weiterhin an Betreuungsplätzen, Frauen übernehmen noch immer den weitaus größten Anteil der Arbeit im Haushalt und der Familie. Sie verzichten auf ihre Karriere, arbeiten eher Teilzeit, nehmen mehr Elternzeit, verdienen weniger als Männer bei gleicher Ausbildung und sind daher in weitaus größerem Ausmaß von Stress und Burn-out betroffen als auch von Altersarmut. Der größte Anteil der Alleinerziehenden sind ebenfalls noch immer Mütter, die in dieser Situation wiederum ein Vielfaches dieser Problematik zu tragen haben.

Welche BefĂĽrchtungen und Ă„ngste spielen eine Rolle und wie kann diesen begegnet werden?
Es gibt keine Lobby fĂĽr Familien und gleichzeitig steigt sowohl der gesellschaftliche Druck auf Familien als auch der eigene Anspruch von Frauen/MĂĽttern allen „ihren“ Aufgaben nicht nur gerecht zu werden – sondern in allem perfekt sein zu mĂĽssen. Ich erlebe immer mehr MĂĽtter, die Angst davor haben in der Erziehung etwas falsch zu machen und ihrem Kind damit zu schaden; Ă„ngste um ihre Existenz, um ihre Karriere usw., die unter Umständen auch alle sehr berechtigt sind, da sie die Hauptlast tragen.
Allen Ängsten kann damit begegnet werden, wenn wir sie ins „richtige Licht“ rücken. Gleichzeitig halte ich es für sehr sinnvoll, sich ein Netzwerk aufzubauen, um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen und auf Unterstützungssysteme aktiv zurückzugreifen. Es gibt Coaching speziell für Mütter (Anmerkung BeFF: beispielsweise bei der Kontaktstelle Frau und Beruf in Stuttgart), um sie genau bei diesen Themen zu unterstützen und ihren Alltag etwas leichter zu gestalten.

Wieso hilft miteinander reden?
Sobald wir miteinander über ein belastendes Thema sprechen, sind wir schon bereit, etwas davon abzugeben, bzw. loszulassen. Wir können fragen, wie andere Frauen in derselben Situation handeln, welche Ideen sie dazu haben und erhalten so neue Perspektiven und eventuell neues Wissen und auf diese Weise neue Handlungsperspektiven. Sich miteinander auszutauschen, kann Erleichterung bringen, da die Frauen dadurch die Möglichkeit bekommen zu erkennen, dass andere Familien die gleichen Probleme haben und sich die Dinge etwas relativieren. Gemeinsam Lachen und neue Ideen entwickeln sowie ein Netzwerk aufbauen, können davon z.B. ein Ergebnis sein.

Herzlichen Dank!

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So steht es um die berufliche Gleichstellung der Frau

⏯ 🎬Regio TV Stuttgart war zu Gast bei uns und hat unsere geschäftsführende Vorständin Inge Zimmermann interviewt. Euch erwartet ein kurzweiliger Einblick in unsere Tätigkeitsbereiche und Inge Zimmermann zeigt an welchen Stellen der Schuh in puncto beruflicher Gleichberechtigung noch ziemlich drückt.

So steht es um die berufliche Gleichstellung der Frau | Regio TV (regio-tv.de)

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