Im GesprĂ€ch mit Silke Rommel zum Seminar „Voll vernetzt“

Foto: Thomas Rathay

 

Drei Fragen im Nachgang zu unserem Onlineseminar „Voll vernetzt“ an unsere langjĂ€hrige Referentin Silke Rommel.

Welche Vorteile bringt die Nutzung sozialer Medien im beruflichen Kontext?
Es ist toll, um sein Netzwerk zu erweitern, gezielt ausgewĂ€hlte Zielgruppen zu erreichen, in den Austausch zu gehen und auch seinen eigenen Expert:innenstatus zu bestimmten Themen auf- und auszubauen. NatĂŒrlich gibt es in den sozialen Medien auch keine regionalen Grenzen. Somit kann ich leichter mit Menschen außerhalb meines klassischen Radius in Kontakt kommen.

Wie kann ich meine Sichtbarkeit auf diesen Medien verbessern?
Im ersten Schritt sollte ich mir ĂŒberlegen, auf welchen KanĂ€len ich diejenigen bei denen ich sichtbar werden möchte, antreffe. Wichtig ist auch zu ĂŒberlegen, wie kann ich diesen Personen Mehrwert schaffen, damit sie ĂŒberhaupt interessiert sind, sich mit mir zu vernetzen bzw. meinen Profilen zu folgen. Wenn man seine Sichtbarkeit steigern möchte, sollte man sich „kontinuierlich engagieren“. Das ist keine Einmalaktion und man muss sich regelmĂ€ĂŸig Zeitfenster dafĂŒr einplanen.

Wie kann ich die Sozialen Medien und Netzwerkplattformen bei meinen BewerbungsaktivitÀten nutzen?
Diese KanĂ€le eignen sich hervorragend, um sich ĂŒber ausgewĂ€hlte Unternehmen, bei denen ich mich ggf. bewerben möchte, zu informieren. Denn viele Firmen prĂ€sentieren sich dort. DarĂŒber hinaus kann ich mich als Person oder Unternehmerin mit meinem Profil prĂ€sentieren und auch als Expertin zu bestimmten Themen oder auch fĂŒr ausgewĂ€hlte Branchen positionieren. ErgĂ€nzend zur eingereichten Bewerbung, schauen sich viele Enscheider:innen die AktivitĂ€ten der Bewerber:innen auf den Sozialen KanĂ€len an. Zahlreiche Plattformen bieten z.B. auch Interessensgruppen zu ganz unterschiedlichen Themen oder auch Stellenbörsen an. Wenn ich mich beruflich verĂ€ndern möchte, macht es durchaus Sinn, sich dort zu tummeln bzw. wahrgenommen zu werden.

Herzlichen Dank fĂŒr Ihre Tipps und Anregungen!

 

Im GesprĂ€ch mit Manuela Reik zum Seminar „Management, warum Frauen darĂŒber reden und MĂ€nner es einfach machen!“


Foto: Fotostudio SĂ€nger

 

Drei Fragen im Nachgang zu unserem Onlineseminar „Warum Frauen darĂŒber reden und MĂ€nner es einfach machen!“, das eine Vielzahl von Frauen angesprochen hat, an unsere Referentin Manuela Reik.

Was qualifiziert Ihrer Meinung nach Frauen fĂŒr Management Aufgaben?
Dieselben Dinge, die auch einen Mann fĂŒr eine Position qualifizieren wĂŒrden: eine entsprechende fachliche Ausbildung, soziale Kompetenzen und ich finde extrem wichtig, dass man Menschen mag, wenn man sie fĂŒhren will.

Wie kommt es, dass immer noch weit weniger Frauen in Management – Positionen zu finden sind als MĂ€nner?
Leider trauen sich Frauen -bei gleicher Qualifikation- eine Managementposition immer noch weniger zu. Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein kann also nicht schaden. Ein zweiter Punkt ist nach wie vor, dass Managementpositionen oft in Vollzeit vergeben werden und Frauen sich das in der Zeit der Kindererziehung nicht vorstellen können bzw. es auch nicht leicht organisiert bekommen. In unserem Land ist das nach wie vor ein Spagat. Es sind nicht nur lange Arbeitszeiten sondern oft auch mal Dienstreisen.

Was muss geschehen, dass sich das Àndert?
Am Selbstvertrauen dĂŒrfen die Frauen einiges zulegen, nur Mut! Zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollten der Lebenspartner mit an einem Strang ziehen und die Arbeitgeber dĂŒrfen lernen, dass man eine Managementposition auch teilen kann oder dass man z.B. Meetings nur familienfreundlich zwischen 9 und 16 Uhr ansetzt.

Herzlichen Dank fĂŒr Ihre EinschĂ€tzung und Zeit!

Im GesprĂ€ch mit Anita Spengler, Personalmarketing/Recruiting AOK Baden-WĂŒrttemberg Hauptverwaltung

Drei Fragen an Anita Spengler, Personalmarketing/Recruiting AOK Baden-WĂŒrttemberg Hauptverwaltung. Sie war ebenfalls Referentin bei unserer Veranstaltung „Unternehmenseinblicke: Gesundheit braucht Expert*innen“.

Was begeistert Sie an Ihrem Beruf?
Als Personalreferentin bin ich erste Ansprechpartnerin der FĂŒhrungskrĂ€fte und Mitarbeiter*innen der AOK-Hauptverwaltung zu allen Personalthemen. Entsprechend vielfĂ€ltig sind die Anfragen und Aufgaben, sodass kein Tag dem anderen gleicht und nie Langeweile aufkommt. Besonders wichtig ist dabei fĂŒr mich, im gemeinsamen Austausch mit den Beteiligten passende Lösungen und Maßnahmen zu finden und umzusetzen.

Wie lassen sich Beruf und Familie bei der AOK vereinbaren?
Beruf und Familie zu vereinbaren, das ist der Wunsch vieler Mitarbeiter*innen und gleichzeitig eine tĂ€gliche Herausforderung. Wir unterstĂŒtzen sie dabei durch eine familienbewusste Personalpolitik. Wir ermöglichen vielfĂ€ltige Arbeitszeit- und BeschĂ€ftigungsmodelle, Möglichkeiten von mobilen Arbeitsformen, bieten dabei TeilzeitbeschĂ€ftigung auch fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte und unterstĂŒtzen unsere BeschĂ€ftigten beim beruflichen Wiedereinstieg durch maßgeschneiderte Qualifizierungsangebote.

Welche Botschaft möchten Sie an Interessierte ĂŒber das Berufsfeld Sozialwirtschaften weitergeben?
Die AOK vereint zahlreiche Spezialisten. Dabei vertrauen wir auf die Expertise unserer Mitarbeiter*innen: Bei der AOK entfalten Sie Ihre StĂ€rken und unterstĂŒtzen die Gesundheitskasse mit Ihrem Engagement.

Herzlichen Dank fĂŒr Ihre Zeit!

Im GesprĂ€ch mit Manuela Reik zur Ch@llenge Vereinbarkeit – Ch@llenge Homeoffice

Drei Fragen zum Vortrag an Manuela Reik zum Thema Ch@llenge Vereinbarkeit – Ch@llenge Homeoffice im Rahmen ihres Vortrags bei den diesjĂ€hrigen Frauenwirtschaftstage in BW, veranstaltet mit den Kooperationspartnerinnen im Landkreis Göppingen 😊.

Seit Corona ist Homeoffice (HO) in rasantem Tempo salonfĂ€hig geworden und gilt als Möglichkeit Beruf und Privates, wie Familie besser zu vereinbaren. Wer kann denn ĂŒberhaupt ins Homeoffice, wer nicht? Gibt es Zahlen dazu?
In Deutschland arbeiten rund 14,8 Mio. Menschen in BĂŒros. Diese haben gute Chancen auf Homeoffice. Der weit grĂ¶ĂŸere Teil, nĂ€mlich 66% aller BeschĂ€ftigten können nicht ins Homeoffice, weil sie z.B. im Einzelhandel, auf dem Bau, in KrankenhĂ€usern o.Ă€. arbeiten.

Welches sind die positiven, welche die eher negativen Seiten des HO – können Sie uns jeweils bis zu 3 Punkte nennen?
Positiv ist der Wegfall des Arbeitswegs, eine freiere Arbeitszeitgestaltung und eine höhere ProduktivitĂ€t. Negativ kann sein, dass man mehr Selbstdisziplin aufwenden muss, eine soziale Isolation spĂŒrt und dass Arbeit und Leben im Homeoffice verschmelzen. FĂŒr Arbeitgeber ist es dagegen oft eher das Thema Datensicherheit.

Ch@llenge HO – Ch@allenge Vereinbarkeit – Wo geht es hin? Worauf mĂŒssen wir uns kĂŒnftig einstellen? Bleibt Vereinbarkeit Frauensache?
Das Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben. Nach dem ersten Ausprobieren und rasantem Lernen in 2020 gilt es nun, sich seinen persönlichen Homeoffice-Rahmen zu schaffen, der langfristig tragfÀhig ist. Dazu gehören eine klare eigene Arbeitsstruktur, Absprachen im Team, bewusste Pausen- und Entspannungszeiten und nicht zu vergessen eine Karriere- oder Berufsplanung. Sonst bleibt die Vereinbarkeit wirklich Frauensache.

Herzlichen Dank fĂŒr Ihre Zeit!

Im GesprĂ€ch mit Andreas Heim, Pflegedienstleiter im Haus am Aspacher Tor, Evangelische Heimstiftung WĂŒrttemberg GmbH

Drei Fragen an Andreas Heim, Pflegedienstleiter im Haus am Aspacher Tor, Evangelische Heimstiftung WĂŒrttemberg GmbH und Referent bei unserer Veranstaltung „Unternehmenseinblicke: Gesundheit braucht Expert*innen“.

Was begeistert Sie an Ihrem Beruf?
Die VielfĂ€ltigkeit der Aufgaben, dass kein Tag dem anderen gleicht sowie die positiven RĂŒckmeldungen, welche von den pflegebedĂŒrftigen Menschen selbst an einen zurĂŒckgegeben werden. Was die Gewissheit bestĂ€rkt, einen wertvollen Beitrag fĂŒr die Gesellschaft zu leisten.

Wie lassen sich Beruf und Familie in Ihrer Pflegeeinrichtung vereinbaren?
Viele Kollegen und Kolleginnen nutzen die Möglichkeit der Teilzeitarbeit mit einem Stellenumfang, der zu ihrem individuellen Bedarf passt. Auch bei der Dienstplangestaltung werden die WĂŒnsche der Mitarbeitenden berĂŒcksichtigt, so dass sich Beruf und Familie vereinbaren lassen. ZusĂ€tzlich bietet die Ev. Heimstiftung ein Zeitwertsparbuch. Damit kann man Mehrarbeitszeiten ansparen und diese dann zum Beispiel fĂŒr eine bezahlte Auszeit einsetzen.

Welche Botschaft möchten Sie an Interessierte ĂŒber das Berufsfeld Pflege weitergeben?
Meiner Ansicht nach gibt es kein anderes Berufsfeld, das all diese Vorteile vereint:

  • Zukunftssicherer Arbeitsplatz
  • Umfangreiche Fort- und Weiterbildungsangebote
  • VielfĂ€ltige Karrieremöglichkeiten
  • Eine gute tarifliche Entlohnung
  • Viele Standorte mit Arbeitsplatzangeboten
  • Eine wichtige und sinnvolle Aufgabe zu haben
  • Eine positive Arbeitsumgebung mit vielen Teamkolleginnen und -kollegen

Daher empfehle ich jeder Interessentin und jedem Interessenten, sich dieser Lebenserfahrung im Pflegeberuf zu öffnen.

Herzlichen Dank!

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Im GesprÀch mit Svetlana Franck, Mitarbeiterin und Coach im FORUM FRAUEN bei BeFF

Svetlana Franck, Mitarbeiterin und Coach im FORUM FRAUEN bei BeFF

Drei Fragen an Svetlana Franck, Mitarbeiterin und Coach im FORUM FRAUEN bei BeFF und Referentin unseres Mittagsimpulses mit dem Fokus Bewerbungsanschreiben.  

Ist das Anschreiben bei einer Bewerbung wichtig? Wenn ja, warum?

Das Anschreiben bei einer Bewerbung ist grundsĂ€tzlich wichtig, weil es als erstes gesehen und gelesen wird. Wenn wir das Anschreiben individuell und an die Position angepasst erstellen, steigern wir die Chance im weiteren Auswahlverfahren berĂŒcksichtigt zu werden. Achtung! Manchmal steht in Stellenausschreibungen, dass man kein Anschreiben braucht. In dem Fall brauchen wir es auch nicht zu schreiben.

Welche Tipps gibst du?
Ein Anschreiben ist nur ein Teil der Bewerbung. Es dient dazu, die Aufmerksamkeit der Recruiter*innen zu fesseln und die persönliche Motivation zum Ausdruck zu bringen. Das Anschreiben sagt aber noch nicht so viel ĂŒber die eigenen Kompetenzen und Erfahrungen aus. Diese Information kommt im Lebenslauf. Deswegen muss der Lebenslauf genauso gut und professionell erstellt werden. Bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen können Frauen aus Stuttgart und der Region sich auch von BeFF in der Kontaktstelle unterstĂŒtzen lassen.

Was sollte frau beim Anschreiben vermeiden?
Im Anschreiben sollte frau nicht ihren Lebenslauf in Prosa wiedergeben und auch keine Standardfloskeln in der Einleitung benutzen wie „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige vom 14. Mai in der Neuen Tageszeitung gelesen“ oder „Hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle als Empfangsleitung in Ihrem Hotel“. Eine fehlende Struktur im Anschreiben erschwert das schnelle Erfassen der Information. Auch sollte frau keinen Konjunktiv verwenden (z. B. „Ich wĂŒrde mich freuen, wenn 
“), weder am Ende noch in anderen Teilen des Anschreibens.

Herzlichen Dank!

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Im GesprÀch mit Referentin Claudia Manakas

Drei Fragen an Elternberaterin Claudia Manakas, Referentin unserer Veranstaltung „Let®s talk about family & business“.

Was sind denn heute aus Ihrer Sicht die besonderen Herausforderungen, wenn Beruf und Familie vereinbart werden mĂŒssen?
Das Mutter-bzw. Familienbild in Deutschland ist meiner Meinung nach gesamtgesellschaftlich noch immer stark von einer idealisierten Mutterrolle geprĂ€gt. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gerade fĂŒr uns Frauen noch immer extrem schwer zu stemmen. Es mangelt weiterhin an BetreuungsplĂ€tzen, Frauen ĂŒbernehmen noch immer den weitaus grĂ¶ĂŸten Anteil der Arbeit im Haushalt und der Familie. Sie verzichten auf ihre Karriere, arbeiten eher Teilzeit, nehmen mehr Elternzeit, verdienen weniger als MĂ€nner bei gleicher Ausbildung und sind daher in weitaus grĂ¶ĂŸerem Ausmaß von Stress und Burn-out betroffen als auch von Altersarmut. Der grĂ¶ĂŸte Anteil der Alleinerziehenden sind ebenfalls noch immer MĂŒtter, die in dieser Situation wiederum ein Vielfaches dieser Problematik zu tragen haben.

Welche BefĂŒrchtungen und Ängste spielen eine Rolle und wie kann diesen begegnet werden?
Es gibt keine Lobby fĂŒr Familien und gleichzeitig steigt sowohl der gesellschaftliche Druck auf Familien als auch der eigene Anspruch von Frauen/MĂŒttern allen „ihren“ Aufgaben nicht nur gerecht zu werden – sondern in allem perfekt sein zu mĂŒssen. Ich erlebe immer mehr MĂŒtter, die Angst davor haben in der Erziehung etwas falsch zu machen und ihrem Kind damit zu schaden; Ängste um ihre Existenz, um ihre Karriere usw., die unter UmstĂ€nden auch alle sehr berechtigt sind, da sie die Hauptlast tragen.
Allen Ängsten kann damit begegnet werden, wenn wir sie ins „richtige Licht“ rĂŒcken. Gleichzeitig halte ich es fĂŒr sehr sinnvoll, sich ein Netzwerk aufzubauen, um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen und auf UnterstĂŒtzungssysteme aktiv zurĂŒckzugreifen. Es gibt Coaching speziell fĂŒr MĂŒtter (Anmerkung BeFF: beispielsweise bei der Kontaktstelle Frau und Beruf in Stuttgart), um sie genau bei diesen Themen zu unterstĂŒtzen und ihren Alltag etwas leichter zu gestalten.

Wieso hilft miteinander reden?
Sobald wir miteinander ĂŒber ein belastendes Thema sprechen, sind wir schon bereit, etwas davon abzugeben, bzw. loszulassen. Wir können fragen, wie andere Frauen in derselben Situation handeln, welche Ideen sie dazu haben und erhalten so neue Perspektiven und eventuell neues Wissen und auf diese Weise neue Handlungsperspektiven. Sich miteinander auszutauschen, kann Erleichterung bringen, da die Frauen dadurch die Möglichkeit bekommen zu erkennen, dass andere Familien die gleichen Probleme haben und sich die Dinge etwas relativieren. Gemeinsam Lachen und neue Ideen entwickeln sowie ein Netzwerk aufbauen, können davon z.B. ein Ergebnis sein.

Herzlichen Dank!

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So steht es um die berufliche Gleichstellung der Frau

⏯ 🎬Regio TV Stuttgart war zu Gast bei uns und hat unsere geschĂ€ftsfĂŒhrende VorstĂ€ndin Inge Zimmermann interviewt. Euch erwartet ein kurzweiliger Einblick in unsere TĂ€tigkeitsbereiche und Inge Zimmermann zeigt an welchen Stellen der Schuh in puncto beruflicher Gleichberechtigung noch ziemlich drĂŒckt.

So steht es um die berufliche Gleichstellung der Frau | Regio TV (regio-tv.de)

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