Drei Fragen an Soziologin Manuela Rukavina zum Thema „Raus aus dem inneren Hamsterrad – dem Mental Load wirksam begegnen“

Drei Fragen an unsere Referentin Manuela Rukavina, Soziologin, Coach und Speakerin, zu ihrem  Online-Seminar „Raus aus dem inneren Hamsterrad – dem Mental Load wirksam begegnen““.

Was versteht man eigentlich unter Mental Load?
Mental Load ist quasi die unsichtbare To-do-Liste mit all ihren Verpflichtungen, die sich in unserem Kopf permanent bemerkbar macht.

Gibt es bei den Stressfaktoren Unterschiede zwischen Frauen und MĂ€nnern?
Ja. Bei MĂ€nnern stresst eher die berufliche Rolle, wĂ€hrend Frauen hĂ€ufig Stress wegen Erwartungshaltungen in sehr vielen Rollen empfinden. Im Übrigen sind die eigenen Erwartungen hĂ€ufig der grĂ¶ĂŸte Stressfaktor der Frauen.

Was ist deine Lieblingsmethode, um das Hamsterrad anzuhalten?
Was immer und in jeder Situation geht ist tief atmen und sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Nicht den Stress von morgen schon bunt ausmalen und den von gestern noch nacharbeiten – sondern sich darauf konzentrieren: Was brauche ich jetzt und was ist mir wichtig? Damit holt man mal Luft und priorisiert anders.

 

Herzlichen Dank fĂŒr die Anregungen!

 

 

Geschenkesegen vor Weihnachten: BĂŒrgerstiftung Stuttgart spendete 15 Notebooks fĂŒr unser Programm FORUM FRAUEN

Svetlana Franck, Mitarbeiterin im FORUM FRAUEN, bei der Notebook-Übergabe an Teilnehmerin Jasmin S.

Die BĂŒrgerstiftung Stuttgart hat fĂŒr unser Programm FORUM FRAUEN aus ihrem Gute(r) Dinge Fonds 15 Notebooks gespendet. Jetzt wurde das erste ĂŒbergeben an Jasmin S.. Sie hat das Programm erfolgreich abgeschlossen und startet nun durch mit einer Ausbildung. Aber jetzt von vorne: Nach dem Hauptschulabschluss ging Jasmin S. in die Gastronomie – zunĂ€chst als Servicekraft, danach machte sie sich selbststĂ€ndig. Sie war sehr erfolgreich mit ihrem CafĂ©, schaffte es sogar ins Stadtmagazin Prinz. Dann bekam sie ein Kind und alles wurde anders: Sie musste ihr CafĂ© aufgeben, die Arbeitszeiten ließen sich nicht mit den Familienaufgaben als Alleinerziehende vereinbaren. Als ihr Berater beim Jobcenter ihr eine Teilnahme am „FORUM FRAUEN“ anbot, fasste sie neuen Mut. Nach ein paar Wochen im Programm war klar: FĂŒr ein existenzsicherndes Einkommen braucht Frau S. eine Ausbildung. Gut vorbereitet durchlief sie ein 3-tĂ€giges Assessment Center und erhielt kurze Zeit spĂ€ter einen Bildungsgutschein fĂŒr die Ausbildung zur Kauffrau fĂŒr BĂŒromanagement. Dank der Notebook-Spende der BĂŒrgerstiftung hat sie nun auch das technische Equipment, das fĂŒr die Ausbildung und die geforderte digitale Kompetenz unverzichtbar ist. Die Entwicklungen der letzten Monate haben ihr Leben verĂ€ndert: „Danke fĂŒr diese Chance! Jetzt glaube ich wieder an mich.“

Infos zum Programm Forum Frauen: https://www.beff-frauundberuf.de/beruflicher-wiedereinstieg/

 

Veröffentlicht unter News

Im GesprÀch mit Svetlana Franck zur professionellen Vorbereitung von Online-VorstellungsgesprÀchen

Drei Fragen an unsere Referentin und Mitarbeiterin Svetlana Franck zu ihrem gut besuchten Online-Seminar „Bewerbung – Wie Sie sich auf ein Online – VorstellungsgesprĂ€ch am besten vorbereiten“.

Was sind denn die Vorteile eines Online- VorstellungsgesprÀchs?
In der Zeit der Coronapandemie ist es mit Sicherheit eine „saubere Sache“. Außerdem sparen Sie Geld und Zeit fĂŒr die Anreise und es wird noch einfacher, sich zu Übungszwecken und Arbeitsmarkterforschung ĂŒberregional zu bewerben. Das GesprĂ€ch findet in der gewohnten Umgebung statt und kann dadurch Ihre NervositĂ€t lindern. Und wenn Sie bereits ein Profi in Sachen Videokonferenz sind, können Sie Ihre Medienkompetenz demonstrieren.

Im Online-VorstellungsgesprĂ€ch agieren wir mit unseren GesprĂ€chspartner*innen „Vom Tisch aufwĂ€rts“. Was sollte ich als Bewerberin dabei beachten?
Neben der inhaltlichen Vorbereitung ist es sehr zu empfehlen, den technischen Aspekt zu berĂŒcksichtigen. Dazu gehört ein Testlauf der Software, die fĂŒr das VorstellungsgesprĂ€ch eingesetzt wird. WĂ€hrend Sie Ihre SelbstprĂ€sentation ĂŒben, nehmen Sie sich auf und analysieren, wie Sie auf dem Videobild rĂŒberkommen und ggf. optimieren Sie Ihre Mimik oder Gestik. Dabei ist es wichtig, direkt in die Kamera zu sehen – es kann gewöhnungsbedĂŒrftig sein. Achten Sie darauf, dass Sie neutrale Farben wie Beige, Dunkelblau, Creme, GraugrĂŒn tragen und nicht auffĂ€llige Muster wie Vichy-Karos, Nadelstreifen, Hahnentritt, etc., weil diese extrem unruhig wirken. Das Videobild wird dadurch automatisch unsauberer und flimmert.

Worauf sollte ich bei der inhaltlichen Vorbereitung besonders achten?
Lernen Sie möglichst alles ĂŒber das Unternehmen, seine Projekte und Mitarbeiter. Finden Sie Werte und wichtige Themen des Unternehmens mit denen Sie sich identifizieren und berĂŒcksichtigen Sie diese in Ihrer Vorstellung. Bei der SelbstprĂ€sentation geben Sie nicht Ihren Lebenslauf wieder, sondern erzĂ€hlen Sie Geschichten aus Ihrer beruflichen Entwicklung. Diese sollten auf jeden Fall fĂŒr die Stelle relevant sein. Überlegen Sie im Vorfeld die Antworten auf solche kniffligen Fragen wie „Warum haben Sie Ihren Arbeitgeber öfter/selten gewechselt?“ oder „Was ist Ihr grĂ¶ĂŸter Erfolg/Misserfolg (beruflich/privat)?“ Ihr eigenes Interesse an dem Unternehmen und der ausgeschriebenen Position können Sie zeigen, indem Sie selbst Fragen stellen. Es ist wichtig, durchdachte Fragen zu stellen. Das heißt, wenn Sie die Antwort auf Ihre Fragen im Internet schnell finden können, sollten Sie diese nicht stellen.

Herzlichen Dank fĂŒr die Anregungen!

 

 

Im GesprÀch mit Business- und Natur-Coach Andrea Bruhn zur Bedeutung wertschÀtzender Kommunikation

Drei Fragen an Business- und Natur-Coach Andrea Bruhn, Referentin unseres Mittagsimpulses „Die Macht der Sprache – Die Bedeutung wertschĂ€tzender Kommunikation“

Was bedeutet Kommunikation fĂŒr Sie?
Kommunikation ist der Austausch und die Übertragung von Informationen verbal durch Sprechen und Schreiben sowie non-verbal durch Mimik, Gestik und Körperhaltung. Wir senden also auf ganz vielen Ebenen Signale. Und egal, was man tut, man kann – wie der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick festgestellt hat – nicht nicht kommunizieren.
Interessant finde ich auch den Vergleich von Kommunikation mit Nahrung. Diese „Nahrung“ kann – je nach deren Inhalt und Energie – gesund oder schĂ€dlich fĂŒr uns sein.

Warum ist wertschÀtzende Kommunikation wichtig?
Der Vergleich von Kommunikation mit Nahrung zeigt, welche Bedeutung Kommunikation fĂŒr unsere Gesundheit hat. Dies ist besonders wichtig, wenn wir bedenken, dass wir aufgrund unseres alten Überlebensinstinkts drei bis vier Mal stĂ€rker auf Negatives wie auf Positives reagieren – sei es Feedback, Erlebnisse oder SelbstgesprĂ€che. Entsprechend brauchen wir ein Vielfaches an positiven Erfahrungen, um eine negative Erfahrung „auszugleichen“. Im Sinne eines gesunden Umgangs miteinander und einer guten SelbstfĂŒhrung sollten wir daher uns selbst und andere in der Kommunikation „Wert schĂ€tzen“.

Wie kommen wir hin zu wertschÀtzender Kommunikation?
Drei Schritte helfen uns hierbei:
1. Ich schenke mir selbst in einer herausfordernden Situation Empathie und werde mir meiner GefĂŒhle und der dahinterliegenden BedĂŒrfnisse bewusst. Damit ist die Voraussetzung fĂŒr den zweiten Schritt geschaffen.
2. Ich drĂŒcke meine GefĂŒhle und BedĂŒrfnisse aus und fĂŒhre ein lösungsorientiertes und achtsames GesprĂ€ch.
3. Ich begegne meinem GegenĂŒber mit Empathie. Das gelingt am besten, wenn ich die Gedanken, Emotionen und Motive einer Person erkenne, ohne diese zu bewerten.
So bietet wertschĂ€tzende Kommunikation die Möglichkeit, GefĂŒhle und BedĂŒrfnisse so mitzuteilen, dass andere diese verstehen und nachvollziehen können.

Vielen Dank!

 

Im GesprĂ€ch mit PR-Beraterin Silke Rommel zum Seminar „Voll vernetzt – Soziale Medien beruflich nutzen“

Foto: Thomas Rathay

 

Drei Fragen im Nachgang zu unserem Onlineseminar „Voll vernetzt – Soziale Medien beruflich nutzen“ an unsere langjĂ€hrige Referentin Silke Rommel.

Welche Vorteile bringt die Nutzung sozialer Medien im beruflichen Kontext?
Es ist toll, um sein Netzwerk zu erweitern, gezielt ausgewĂ€hlte Zielgruppen zu erreichen, in den Austausch zu gehen und auch seinen eigenen Expert:innenstatus zu bestimmten Themen auf- und auszubauen. NatĂŒrlich gibt es in den sozialen Medien auch keine regionalen Grenzen. Somit kann ich leichter mit Menschen außerhalb meines klassischen Radius in Kontakt kommen.

Wie kann ich meine Sichtbarkeit auf diesen Medien verbessern?
Im ersten Schritt sollte ich mir ĂŒberlegen, auf welchen KanĂ€len ich diejenigen bei denen ich sichtbar werden möchte, antreffe. Wichtig ist auch zu ĂŒberlegen, wie kann ich diesen Personen Mehrwert schaffen, damit sie ĂŒberhaupt interessiert sind, sich mit mir zu vernetzen bzw. meinen Profilen zu folgen. Wenn man seine Sichtbarkeit steigern möchte, sollte man sich „kontinuierlich engagieren“. Das ist keine Einmalaktion und man muss sich regelmĂ€ĂŸig Zeitfenster dafĂŒr einplanen.

Wie kann ich die Sozialen Medien und Netzwerkplattformen bei meinen BewerbungsaktivitÀten nutzen?
Diese KanĂ€le eignen sich hervorragend, um sich ĂŒber ausgewĂ€hlte Unternehmen, bei denen ich mich ggf. bewerben möchte, zu informieren. Denn viele Firmen prĂ€sentieren sich dort. DarĂŒber hinaus kann ich mich als Person oder Unternehmerin mit meinem Profil prĂ€sentieren und auch als Expertin zu bestimmten Themen oder auch fĂŒr ausgewĂ€hlte Branchen positionieren. ErgĂ€nzend zur eingereichten Bewerbung, schauen sich viele Enscheider:innen die AktivitĂ€ten der Bewerber:innen auf den Sozialen KanĂ€len an. Zahlreiche Plattformen bieten z.B. auch Interessensgruppen zu ganz unterschiedlichen Themen oder auch Stellenbörsen an. Wenn ich mich beruflich verĂ€ndern möchte, macht es durchaus Sinn, sich dort zu tummeln bzw. wahrgenommen zu werden.

Herzlichen Dank fĂŒr Ihre Tipps und Anregungen!

 

Im GesprĂ€ch mit Manuela Reik zum Seminar „Management, warum Frauen darĂŒber reden und MĂ€nner es einfach machen!“


Foto: Fotostudio SĂ€nger

 

Drei Fragen im Nachgang zu unserem Onlineseminar „Warum Frauen darĂŒber reden und MĂ€nner es einfach machen!“, das eine Vielzahl von Frauen angesprochen hat, an unsere Referentin Manuela Reik.

Was qualifiziert Ihrer Meinung nach Frauen fĂŒr Management Aufgaben?
Dieselben Dinge, die auch einen Mann fĂŒr eine Position qualifizieren wĂŒrden: eine entsprechende fachliche Ausbildung, soziale Kompetenzen und ich finde extrem wichtig, dass man Menschen mag, wenn man sie fĂŒhren will.

Wie kommt es, dass immer noch weit weniger Frauen in Management – Positionen zu finden sind als MĂ€nner?
Leider trauen sich Frauen -bei gleicher Qualifikation- eine Managementposition immer noch weniger zu. Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein kann also nicht schaden. Ein zweiter Punkt ist nach wie vor, dass Managementpositionen oft in Vollzeit vergeben werden und Frauen sich das in der Zeit der Kindererziehung nicht vorstellen können bzw. es auch nicht leicht organisiert bekommen. In unserem Land ist das nach wie vor ein Spagat. Es sind nicht nur lange Arbeitszeiten sondern oft auch mal Dienstreisen.

Was muss geschehen, dass sich das Àndert?
Am Selbstvertrauen dĂŒrfen die Frauen einiges zulegen, nur Mut! Zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollten der Lebenspartner mit an einem Strang ziehen und die Arbeitgeber dĂŒrfen lernen, dass man eine Managementposition auch teilen kann oder dass man z.B. Meetings nur familienfreundlich zwischen 9 und 16 Uhr ansetzt.

Herzlichen Dank fĂŒr Ihre EinschĂ€tzung und Zeit!

Im GesprĂ€ch mit Anita Spengler, Personalmarketing/Recruiting AOK Baden-WĂŒrttemberg Hauptverwaltung

Drei Fragen an Anita Spengler, Personalmarketing/Recruiting AOK Baden-WĂŒrttemberg Hauptverwaltung. Sie war ebenfalls Referentin bei unserer Veranstaltung „Unternehmenseinblicke: Gesundheit braucht Expert*innen“.

Was begeistert Sie an Ihrem Beruf?
Als Personalreferentin bin ich erste Ansprechpartnerin der FĂŒhrungskrĂ€fte und Mitarbeiter*innen der AOK-Hauptverwaltung zu allen Personalthemen. Entsprechend vielfĂ€ltig sind die Anfragen und Aufgaben, sodass kein Tag dem anderen gleicht und nie Langeweile aufkommt. Besonders wichtig ist dabei fĂŒr mich, im gemeinsamen Austausch mit den Beteiligten passende Lösungen und Maßnahmen zu finden und umzusetzen.

Wie lassen sich Beruf und Familie bei der AOK vereinbaren?
Beruf und Familie zu vereinbaren, das ist der Wunsch vieler Mitarbeiter*innen und gleichzeitig eine tĂ€gliche Herausforderung. Wir unterstĂŒtzen sie dabei durch eine familienbewusste Personalpolitik. Wir ermöglichen vielfĂ€ltige Arbeitszeit- und BeschĂ€ftigungsmodelle, Möglichkeiten von mobilen Arbeitsformen, bieten dabei TeilzeitbeschĂ€ftigung auch fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte und unterstĂŒtzen unsere BeschĂ€ftigten beim beruflichen Wiedereinstieg durch maßgeschneiderte Qualifizierungsangebote.

Welche Botschaft möchten Sie an Interessierte ĂŒber das Berufsfeld Sozialwirtschaften weitergeben?
Die AOK vereint zahlreiche Spezialisten. Dabei vertrauen wir auf die Expertise unserer Mitarbeiter*innen: Bei der AOK entfalten Sie Ihre StĂ€rken und unterstĂŒtzen die Gesundheitskasse mit Ihrem Engagement.

Herzlichen Dank fĂŒr Ihre Zeit!

Im GesprĂ€ch mit Manuela Reik zur Ch@llenge Vereinbarkeit – Ch@llenge Homeoffice

Drei Fragen zum Vortrag an Manuela Reik zum Thema Ch@llenge Vereinbarkeit – Ch@llenge Homeoffice im Rahmen ihres Vortrags bei den diesjĂ€hrigen Frauenwirtschaftstage in BW, veranstaltet mit den Kooperationspartnerinnen im Landkreis Göppingen 😊.

Seit Corona ist Homeoffice (HO) in rasantem Tempo salonfĂ€hig geworden und gilt als Möglichkeit Beruf und Privates, wie Familie besser zu vereinbaren. Wer kann denn ĂŒberhaupt ins Homeoffice, wer nicht? Gibt es Zahlen dazu?
In Deutschland arbeiten rund 14,8 Mio. Menschen in BĂŒros. Diese haben gute Chancen auf Homeoffice. Der weit grĂ¶ĂŸere Teil, nĂ€mlich 66% aller BeschĂ€ftigten können nicht ins Homeoffice, weil sie z.B. im Einzelhandel, auf dem Bau, in KrankenhĂ€usern o.Ă€. arbeiten.

Welches sind die positiven, welche die eher negativen Seiten des HO – können Sie uns jeweils bis zu 3 Punkte nennen?
Positiv ist der Wegfall des Arbeitswegs, eine freiere Arbeitszeitgestaltung und eine höhere ProduktivitĂ€t. Negativ kann sein, dass man mehr Selbstdisziplin aufwenden muss, eine soziale Isolation spĂŒrt und dass Arbeit und Leben im Homeoffice verschmelzen. FĂŒr Arbeitgeber ist es dagegen oft eher das Thema Datensicherheit.

Ch@llenge HO – Ch@allenge Vereinbarkeit – Wo geht es hin? Worauf mĂŒssen wir uns kĂŒnftig einstellen? Bleibt Vereinbarkeit Frauensache?
Das Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben. Nach dem ersten Ausprobieren und rasantem Lernen in 2020 gilt es nun, sich seinen persönlichen Homeoffice-Rahmen zu schaffen, der langfristig tragfÀhig ist. Dazu gehören eine klare eigene Arbeitsstruktur, Absprachen im Team, bewusste Pausen- und Entspannungszeiten und nicht zu vergessen eine Karriere- oder Berufsplanung. Sonst bleibt die Vereinbarkeit wirklich Frauensache.

Herzlichen Dank fĂŒr Ihre Zeit!

Im GesprĂ€ch mit Andreas Heim, Pflegedienstleiter im Haus am Aspacher Tor, Evangelische Heimstiftung WĂŒrttemberg GmbH

Drei Fragen an Andreas Heim, Pflegedienstleiter im Haus am Aspacher Tor, Evangelische Heimstiftung WĂŒrttemberg GmbH und Referent bei unserer Veranstaltung „Unternehmenseinblicke: Gesundheit braucht Expert*innen“.

Was begeistert Sie an Ihrem Beruf?
Die VielfĂ€ltigkeit der Aufgaben, dass kein Tag dem anderen gleicht sowie die positiven RĂŒckmeldungen, welche von den pflegebedĂŒrftigen Menschen selbst an einen zurĂŒckgegeben werden. Was die Gewissheit bestĂ€rkt, einen wertvollen Beitrag fĂŒr die Gesellschaft zu leisten.

Wie lassen sich Beruf und Familie in Ihrer Pflegeeinrichtung vereinbaren?
Viele Kollegen und Kolleginnen nutzen die Möglichkeit der Teilzeitarbeit mit einem Stellenumfang, der zu ihrem individuellen Bedarf passt. Auch bei der Dienstplangestaltung werden die WĂŒnsche der Mitarbeitenden berĂŒcksichtigt, so dass sich Beruf und Familie vereinbaren lassen. ZusĂ€tzlich bietet die Ev. Heimstiftung ein Zeitwertsparbuch. Damit kann man Mehrarbeitszeiten ansparen und diese dann zum Beispiel fĂŒr eine bezahlte Auszeit einsetzen.

Welche Botschaft möchten Sie an Interessierte ĂŒber das Berufsfeld Pflege weitergeben?
Meiner Ansicht nach gibt es kein anderes Berufsfeld, das all diese Vorteile vereint:

  • Zukunftssicherer Arbeitsplatz
  • Umfangreiche Fort- und Weiterbildungsangebote
  • VielfĂ€ltige Karrieremöglichkeiten
  • Eine gute tarifliche Entlohnung
  • Viele Standorte mit Arbeitsplatzangeboten
  • Eine wichtige und sinnvolle Aufgabe zu haben
  • Eine positive Arbeitsumgebung mit vielen Teamkolleginnen und -kollegen

Daher empfehle ich jeder Interessentin und jedem Interessenten, sich dieser Lebenserfahrung im Pflegeberuf zu öffnen.

Herzlichen Dank!

Veröffentlicht unter News

Im GesprÀch mit Svetlana Franck, Mitarbeiterin und Coach im FORUM FRAUEN bei BeFF

Svetlana Franck, Mitarbeiterin und Coach im FORUM FRAUEN bei BeFF

Drei Fragen an Svetlana Franck, Mitarbeiterin und Coach im FORUM FRAUEN bei BeFF und Referentin unseres Mittagsimpulses mit dem Fokus Bewerbungsanschreiben.  

Ist das Anschreiben bei einer Bewerbung wichtig? Wenn ja, warum?

Das Anschreiben bei einer Bewerbung ist grundsĂ€tzlich wichtig, weil es als erstes gesehen und gelesen wird. Wenn wir das Anschreiben individuell und an die Position angepasst erstellen, steigern wir die Chance im weiteren Auswahlverfahren berĂŒcksichtigt zu werden. Achtung! Manchmal steht in Stellenausschreibungen, dass man kein Anschreiben braucht. In dem Fall brauchen wir es auch nicht zu schreiben.

Welche Tipps gibst du?
Ein Anschreiben ist nur ein Teil der Bewerbung. Es dient dazu, die Aufmerksamkeit der Recruiter*innen zu fesseln und die persönliche Motivation zum Ausdruck zu bringen. Das Anschreiben sagt aber noch nicht so viel ĂŒber die eigenen Kompetenzen und Erfahrungen aus. Diese Information kommt im Lebenslauf. Deswegen muss der Lebenslauf genauso gut und professionell erstellt werden. Bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen können Frauen aus Stuttgart und der Region sich auch von BeFF in der Kontaktstelle unterstĂŒtzen lassen.

Was sollte frau beim Anschreiben vermeiden?
Im Anschreiben sollte frau nicht ihren Lebenslauf in Prosa wiedergeben und auch keine Standardfloskeln in der Einleitung benutzen wie „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige vom 14. Mai in der Neuen Tageszeitung gelesen“ oder „Hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle als Empfangsleitung in Ihrem Hotel“. Eine fehlende Struktur im Anschreiben erschwert das schnelle Erfassen der Information. Auch sollte frau keinen Konjunktiv verwenden (z. B. „Ich wĂŒrde mich freuen, wenn 
“), weder am Ende noch in anderen Teilen des Anschreibens.

Herzlichen Dank!

Veröffentlicht unter News