Im GesprĂ€ch mit Manuela Reik zum Seminar „Management, warum Frauen darĂŒber reden und MĂ€nner es einfach machen!“


Foto: Fotostudio SĂ€nger

 

Drei Fragen im Nachgang zu unserem Onlineseminar „Warum Frauen darĂŒber reden und MĂ€nner es einfach machen!“, das eine Vielzahl von Frauen angesprochen hat, an unsere Referentin Manuela Reik.

Was qualifiziert Ihrer Meinung nach Frauen fĂŒr Management Aufgaben?
Dieselben Dinge, die auch einen Mann fĂŒr eine Position qualifizieren wĂŒrden: eine entsprechende fachliche Ausbildung, soziale Kompetenzen und ich finde extrem wichtig, dass man Menschen mag, wenn man sie fĂŒhren will.

Wie kommt es, dass immer noch weit weniger Frauen in Management – Positionen zu finden sind als MĂ€nner?
Leider trauen sich Frauen -bei gleicher Qualifikation- eine Managementposition immer noch weniger zu. Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein kann also nicht schaden. Ein zweiter Punkt ist nach wie vor, dass Managementpositionen oft in Vollzeit vergeben werden und Frauen sich das in der Zeit der Kindererziehung nicht vorstellen können bzw. es auch nicht leicht organisiert bekommen. In unserem Land ist das nach wie vor ein Spagat. Es sind nicht nur lange Arbeitszeiten sondern oft auch mal Dienstreisen.

Was muss geschehen, dass sich das Àndert?
Am Selbstvertrauen dĂŒrfen die Frauen einiges zulegen, nur Mut! Zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollten der Lebenspartner mit an einem Strang ziehen und die Arbeitgeber dĂŒrfen lernen, dass man eine Managementposition auch teilen kann oder dass man z.B. Meetings nur familienfreundlich zwischen 9 und 16 Uhr ansetzt.

Herzlichen Dank fĂŒr Ihre EinschĂ€tzung und Zeit!

Im GesprĂ€ch mit Manuela Reik zur Ch@llenge Vereinbarkeit – Ch@llenge Homeoffice

Drei Fragen zum Vortrag an Manuela Reik zum Thema Ch@llenge Vereinbarkeit – Ch@llenge Homeoffice im Rahmen ihres Vortrags bei den diesjĂ€hrigen Frauenwirtschaftstage in BW, veranstaltet mit den Kooperationspartnerinnen im Landkreis Göppingen 😊.

Seit Corona ist Homeoffice (HO) in rasantem Tempo salonfĂ€hig geworden und gilt als Möglichkeit Beruf und Privates, wie Familie besser zu vereinbaren. Wer kann denn ĂŒberhaupt ins Homeoffice, wer nicht? Gibt es Zahlen dazu?
In Deutschland arbeiten rund 14,8 Mio. Menschen in BĂŒros. Diese haben gute Chancen auf Homeoffice. Der weit grĂ¶ĂŸere Teil, nĂ€mlich 66% aller BeschĂ€ftigten können nicht ins Homeoffice, weil sie z.B. im Einzelhandel, auf dem Bau, in KrankenhĂ€usern o.Ă€. arbeiten.

Welches sind die positiven, welche die eher negativen Seiten des HO – können Sie uns jeweils bis zu 3 Punkte nennen?
Positiv ist der Wegfall des Arbeitswegs, eine freiere Arbeitszeitgestaltung und eine höhere ProduktivitĂ€t. Negativ kann sein, dass man mehr Selbstdisziplin aufwenden muss, eine soziale Isolation spĂŒrt und dass Arbeit und Leben im Homeoffice verschmelzen. FĂŒr Arbeitgeber ist es dagegen oft eher das Thema Datensicherheit.

Ch@llenge HO – Ch@allenge Vereinbarkeit – Wo geht es hin? Worauf mĂŒssen wir uns kĂŒnftig einstellen? Bleibt Vereinbarkeit Frauensache?
Das Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben. Nach dem ersten Ausprobieren und rasantem Lernen in 2020 gilt es nun, sich seinen persönlichen Homeoffice-Rahmen zu schaffen, der langfristig tragfÀhig ist. Dazu gehören eine klare eigene Arbeitsstruktur, Absprachen im Team, bewusste Pausen- und Entspannungszeiten und nicht zu vergessen eine Karriere- oder Berufsplanung. Sonst bleibt die Vereinbarkeit wirklich Frauensache.

Herzlichen Dank fĂŒr Ihre Zeit!