Recruiting: weibliche Fachkräfte gewinnen

Viele Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften. Im März 2024 lag die Zahl der offenen Stellen für qualifizierte Fachkräfte bei rund 1,2 Millionen (PDF). Um bei der Suche nach Verstärkung das vollständige Potenzial auszuschöpfen, empfiehlt es sich, sich mit den Bedürfnissen und Besonderheiten weiblicher Fachkräfte vertraut zu machen.

Zum Download: Checkliste Stellenanzeigen, die auch Frauen ansprechen

Mehr Infos und weitere Recruiting-Tipps: auf der landesweiten Website von Frau und Beruf.

 

Personalentwicklung: Frauenkarrieren entwickeln, Fachkräfte sichern

Wer im Wettbewerb um Talente und Fachkräfte die Nase vorn haben will, muss nicht nur das Recruiting breiter aufstellen und zum Beispiel weibliche Fachkräfte gezielt ansprechen. Unternehmen müssen auch aktiv Personalentwicklung betreiben und darauf achten, die Fähigkeiten ihrer Beschäftigen weiter zu entwickeln und sie so langfristig an das Unternehmen zu binden. Auch hier lohnt es sich, den Karriereweg von Frauen stärker in den Blick zu nehmen. Denn Frauen sind heute bestens qualifiziert, oft sogar besser als Männer. Aber sie erreichen häufig nicht die Positionen oder Jobs, die ihren Qualifikationen und Potenzialen entsprechen. Unternehmen, die ihren weiblichen Fachkräften unterstützen, ihr volles Potenzial zu entfalten, können sich einige Vorteile verschaffen.

Konkrete Tipps und Infos, wie Sie Frauenförderung in der Unternehmenskultur verankern - von der Durchführung von Ist-Analysen bis zur Maßnahmenumsetzung: auf der landesweiten Website von Frau und Beruf.

 

Diversity-Management: Erfolg durch Vielfalt

Diversity im Team bezüglich Alter, Herkunft, religiöser Weltanschauung, Geschlecht, Familienstand, Kompetenzen und Interessen der Arbeitnehmenden schafft viele Vorteile für das Unternehmen: Unterschiedliche Menschen bringen verschiedene Erfahrungen, Ideen und Perspektiven in den Arbeitsalltag ein und stärken so die Innovationskraft ihres Unternehmens und die Robustheit von Entscheidungen. Außerdem trägt eine vielfältige Belegschaft dazu bei, neue Kundengruppen zu erschließen.

Die 7 Dimensionen von Diversity und wie Sie Vielfalt erfolgreich steuern und umsetzen: auf der landesweiten Website von Frau und Beruf.

 

Frauenförderung als Teil einer neuen Unternehmenskultur

Frauen sind in den Unternehmensspitzen noch unterrepräsentiert. Nur jede dritte Führungskraft (Vorstand oder Geschäftsführung) ist weiblich. Wenn, dann führen Frauen meist im unteren oder mittleren Management. Viele Studien belegen, dass neben den vielen wichtigen formalen Förderinstrumenten gerade auch die informelle Ebene innerhalb einer Organisation eine große Rolle für den gleichberechtigten Zugang von Frauen zu Führungspositionen spielt. Frauenförderung gelingt dann am besten, wenn sie ein selbstverständlicher Teil der Unternehmenskultur ist und kein "Exoten"-Thema bleibt.

Die Hebel moderner Unternehmenskultur, hilfreiche Tools und Projekte wie das Corporate Culture Lab und der KMU-Gleichstellungs-Check: auf der landesweiten Website von Frau und Beruf.

 

Familienbewusstsein als Wettbewerbsfaktor auf dem Fachkräftemarkt

Familienbewusste Strukturen sind heute ein wichtiger Standort- und Wettbewerbsfaktor für Unternehmen in Deutschland. Studien zeigen: Je besser Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt, desto mehr Fachkräftepotenzial steht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Dabei geht es längst nicht nur um die Frauen allein. Denn nicht nur Frauen würden ihre Arbeitszeiten gern ausweiten, wenn es familienfreundlichere Rahmenbedingungen gäbe. Immer mehr Väter wollen Verantwortung für die Betreuung übernehmen. Der Wunsch nach besserer Vereinbarkeit trifft ebenso auf die Erwerbstätigen zu, die Angehörige pflegen. 

familyNET Baden-Württemberg

familyNET Baden-Württemberg bietet Beratung, Coaching und Unterstützung bei der Einführung neuer Angebote für eine familienbewusste Arbeitswelt. familyNET entwickelt individuelle Lösungsstrategien und vernetzt Unternehmen miteinander. Im Wettbewerb „familyNET 4.0 – Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“ werden Unternehmen ausgezeichnet, die für eine moderne Unternehmenskultur 4.0 stehen. Gesucht sind innovative und nachhaltige Konzepte für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der digitalisierten Arbeitswelt.

Eine interaktive Karte von Unternehmen, die wegen ihrer familienfreundlichen Unternehmenskultur ausgezeichnet wurden, Ideen und ein konkreter Plan für mehr Familienbewusstsein, Beratungsangebote und Projekte: auf der landesweiten Website von Frau und Beruf.

 

Gleichstellung als Wettbewerbsvorteil

Ein Engagement für Gleichstellung, also die Sicherstellung geschlechtergerechter Arbeitsbedingungen, ist für jedes Unternehmen ein echter Wettbewerbsvorteil. Denn durch aktive Frauenförderung können Unternehmen nachweislich bessere Ergebnisse erzielen, den Talentpool für die Fachkräftesicherung des Unternehmens vergrößern, ihre Innovationskraft steigern und insgesamt das Unternehmensimage verbessern.

Gleichstellungscheck für Unternehmen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet einen Selbsttest "KMU-Gleichstellungscheck" an. Damit können vor allem kleine und mittlere Unternehmen schnell und einfach überprüfen, ob sie in Sachen Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zeitgemäß aufgestellt sind. Jeweils fünf Fragen zu Personalrekrutierung, Arbeitsbedingungen, Arbeitsentgelt und Kommunikation geben Aufschluss, ob Handlungsbedarf besteht. Enthalten sind auch konkrete Handlungsempfehlungen und einfach umzusetzende Anregungen für Verbesserungen.

Weitere Infos zum Thema Gleichstellung, konkrete Tipps, wie Sie Ihre Innovationskraft fördern: auf der landesweiten Website von Frau und Beruf.

 

Vom Arbeitgeberimage zum Employer Branding

Wer im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte bestehen und sie langfristig binden will, muss für eine positive Wahrnehmung als Arbeitgeber in der Belegschaft sorgen. Umso mehr, wenn das Unternehmen insbesondere auch das Fachkräftepotenzial von Frauen erschließen will.

Wann genau empfinden Mitarbeitende allgemein und weibliche Angestellte insbesondere einen Arbeitgeber als besonders attraktiv? Was ist ihnen wichtig bei der Arbeitgeberwahl? Hier geben sowohl die TOP JOB-Trendstudie als auch die Studie des Personaldienstleisters Randstad "Frauen in der Arbeitswelt" einige Einblicke. Sie zeigen, dass die Attraktivität eines Arbeitgebers davon abhängt, inwieweit verschiedene Bedürfnisse der Arbeitnehmenden erfüllt werden.

Weitere Infos und Tipps für ein nachhaltiges Employer Branding: auf der landesweiten Website von Frau und Beruf.