Drei Fragen an Manuela Reik im Anschluss an unseren Workshop zum Thema Emotionale Intelligenz

Drei Fragen an unsere Referentin Manuela Reik, Business Coach und Trainerin, zum Thema „Emotionale Intelligenz“

Was ist „Emotionale Intelligenz“ und was nützt es mir, wenn ich emotional intelligent bin?
Unter emotionaler Intelligenz (EI oder auch EQ) wird die Fähigkeit verstanden, Gefühle und menschliche Beziehungen richtig einschätzen und entsprechend handeln zu können.

Unser Verhalten, unsere Entscheidungen, unsere Beziehungen mit anderen sind alle beeinflusst von unserem Grad an EMOTIONALER INTELLIGENZ.
Negative Emotionen fĂĽhren zu negativen Stimmungen. Wenn ich in der Lage bin, dies zu erkennen und zu regulieren, werde ich auch meine Handlungen daran ausrichten (z.B. nicht Frust an Unbeteiligten auslassen).

Wie misst man denn Emotionale Intelligenz?
Nach den Psychologen Mayer und Salovey anhand der vier Kategorien:
• Wahrnehmung (über Gestik, Mimik, Körperhaltung)
• Nutzung (Wissen über meine/ deine Emotionen)
• Verstehen (Emotionen analysieren)
• Beeinflussen (Gefühle vermeiden, Bewertungen korrigieren)

Wie kann ich meine Emotionale Intelligenz trainieren?
Schärfen Sie Ihren Blick und beobachten Sie das Verhalten anderer und versuchen Sie deren Emotionen (z.B. am Gesichtsausdruck) zu lesen. Oder notieren Sie für sich selbst Situationen, in denen Sie negative Emotionen entwickeln, wie Wut, Frust, Aggressivität und wie Sie sich in weiterer Folge verhalten haben. Überlegen Sie sich, wie Sie sich stattdessen lieber verhalten hätten und ändern Sie es beim nächsten Mal.

Vielen Dank fĂĽr den Einblick!

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Drei Fragen an Beraterin Svetlana Franck zum Selbstmarketing im Lebenslauf

Drei Fragen an unsere Referentin und Mitarbeiterin Svetlana Franck zum Selbstmarketing im Lebenslauf.

Was bedeutet „Selbstmarketing im Lebenslauf“?
Das bedeutet, Frau sollte nicht nur von ihrem beruflichen Leben berichten, sondern individuell auf die ausgeschriebene Stelle und den potenziellen Arbeitgeber eingehen. Sie sollte versuchen zu verstehen, wo beim potenziellen Arbeitgeber „der Schuh drückt“, welche Werte das Unternehmen transportiert und was sie persönlich an der Stelle reizt. Der Lebenslauf mit den aufgeführten Kompetenzen und Erfahrungen muss aufzeigen, dass sie als Bewerberin eine Lösung „für das Problem“ des Arbeitgebers bietet. Und nicht nur das. Frau sollte durch ihre Bewerbungsunterlagen vermitteln können, dass sie in die Kultur des Unternehmens reinpasst und einen Mehrwert darstellt.

Welches Marketinginstrument sollte ich im Lebenslauf verwenden?
Das wichtigste Marketinginstrument, das bei der Erstellung eines Lebenslaufs benutzt wird, ist die Zielgruppendefinition. Wenn Sie Ihre Zielgruppe nicht kennen, können Sie kein gutes Angebot machen und entsprechend nichts verkaufen. Also, Frau sollte die Bedürfnisse und die Kultur des Unternehmens kennen, um das passende Angebot, sprich den passenden Lebenslauf, zu erstellen. Die wichtigste Quelle dafür ist die Stellenausschreibung selbst sowie die Website.

Ganz konkret heißt es: Wenn nach Kommunikations-Skills gefragt wird, erzählen Sie, mit WEM, WIE und mit WELCHEM ERGEBNIS Sie kommuniziert haben. Sagen Sie nicht einfach „Ich bin kommunikativ.“, sondern beweisen Sie es anhand von konkreten Handlungen und Ergebnissen.

Welche Vorteile habe ich dadurch?
Wenn Sie es schaffen, aus der oben beschriebenen Perspektive auf die Stellenausschreibungen zu sehen, werden Sie Ihre Kompetenzen und Erfahrungen im Lebenslauf viel präziser und zieltreffender beschreiben können. Sie werden sich von anderen Kandidaten*innen deutlich abheben und im Gedächtnis der Personaler*innen bleiben. Sie bekommen mehr Einladungen zu Vorstellungsgesprächen und stärken automatisch auch Ihr Selbstbewusstsein.

Vielen Dank fĂĽr die Anregungen!

Drei Fragen zum Storytelling an Filmemacherin und Videocoach Christine Harbig

Drei Fragen an unsere Referentin Christine Harbig, Filmemacherin und Videocoach, zu ihrem Workshop „Storytelling als Marketingsinstrument“ beim GrĂĽnderinnentreff.

Was bringt Storytelling fĂĽrs Business?
Neurologische Studien zeigen: Gute Storys bleiben viel besser im Gedächtnis als eine einfache Information. Denn unser Hirn liebt Geschichten, bei denen wir etwas lernen können. Besonders, wenn sie mit Emotionen verknüpft sind. Wenn wir unsere Gründungsgeschichte, Erfolgsstorys unserer Kunden oder aus unserem Business-Alltag erzählen, bauen wir damit Vertrauen auf. Wir nehmen mit auf eine emotionale Reise, lassen mitfühlen und regen zum Nachdenken an. Storys helfen uns also, in der Informationsflut des Internets gehört zu werden und in Erinnerung zu bleiben. Außerdem werden gute Storys in Social Media besonders gerne geteilt, geliked und weitererzählt. Business Storys helfen uns also auch, Reichweite zu gewinnen und bekannter zu werden.

Wo kann ich Storytelling einsetzen?
Storytelling ist ein universelles Marketing-Instrument und lässt sich auf alle möglichen Formate anwenden. Wer das Grundprinzip von Storytelling verstanden hat, kann es überall einsetzen: Nicht nur in Social Media Storys, sondern genauso auf der eigenen Webseite, im Blog oder sogar in Videos. Das Schöne ist: Storytelling funktioniert überall auf der Welt – selbst in anderen Kulturen. Am Ende des Tages ist Storytelling eine Technik des Content Marketing. Damit können wir Kunden überzeugen, ein Team anführen oder unsere persönliche Marke entwickeln und nach außen sichtbar werden lassen. Wir brauchen nur die Erzählweise an verschiedene Formate anzupassen. Mit Business Storys lassen sich Geschichten aus verschiedenen Perspektiven erzählen, um den Kundinnen Einblicke hinter die Kulissen zu geben. So wissen sie genau, mit wem sie es eigentlich zu tun haben und wir können genau die Kundinnen anziehen, die zu uns passen.

Was macht eine gute Story aus?
Spannende Geschichten sind nach einem bestimmten Grundmuster gestrickt. Das hat der Mythologie-Forscher Joseph Campbell herausgefunden und daraus seine Heldenreise entwickelt. Eine gute Story funktioniert nach dem Prinzip der Heldenreise: Es gibt eine Hauptperson, die ein Problem hat und sich auf den Weg macht, um es zu lösen. Auf ihrem Weg muss sie verschiedene Hindernisse überwinden und am Ende steht ein Happy End. Die Kunst ist es, dieses Grundmuster auf den Business Kontext zu übertragen. Die wichtigste Zutat, die in keiner guten Geschichte fehlen darf, ist ein Konflikt und damit die Spannung. Eine Business Story gibt ein anschauliches Beispiel, damit sich unsere Kundinnen besser vorstellen können, wie unsere Arbeit abläuft und wie wir ihnen helfen können.

Vielen Dank fĂĽr die Anregungen!

Drei Fragen zum Mittagsimpuls „Mehr Balance, mehr Kraft, mehr Leichtigkeit“, an Claudia Manakas, staatlich anerkannte Sozialpädagogin u. Bildungs- und Sozialmanagerin (BA)

Drei Fragen an unsere Referentin Claudia Manakas, zertifizierte Elternberaterin- und Coach, staatlich anerkannte Sozialpädagogin und Bildungs- und Sozialmanagerin (BA) zum Mittagsimpuls: „Mehr Balance, mehr Kraft, mehr Leichtigkeit“

Das Leben stellt uns immer wieder vor Probleme und dann geraten wir zwangsläufig in Dis-Balance – oder?
Dass wir immer wieder in Dis-Balance geraten, ist nicht das Problem. Das Problem ist vielmehr, dass wir meistens keine hilfreichen Strategien haben, wie wir wieder in Balance „zurückschwingen“ können und unseren Körpersignalen dabei viel zu wenig Beachtung schenken. Unser Körper kann jedoch unser Verbündeter sein und kann uns helfen, wieder standfester und ausgeglichener zu werden.

Inwiefern kann unser Körper uns dabei unterstützen?
Unser Alltag ist meist randvoll mit Verpflichtungen und Aufgaben. Wir rasen von einer Sache zur nächsten. Wir nehmen uns immer weniger Zeit, innezuhalten und unsere Gefühle, unsere Gedanken und unsere Körperempfindungen wahrzunehmen. Das geschieht meist erst dann, wenn wir unsere Grenze überschritten haben und „Schmerz“ verspüren.

Lassen Sie uns mehrmals täglich einen kurzen Moment Pause einlegen und z.B. auf unsere Körperhaltung achten: Wir richten unser Rückgrat wieder auf, entspannen und öffnen unsere Schultern, heben den Kopf, schließen für 10 bewusste Atemzüge die Augen und richten unsere gesammelte Aufmerksamkeit nach innen. Wenn wir dieses kurze Pausieren in unseren Alltag integrieren, kann das schon sehr viel Stress abbauen.

Was für einen Tipp können Sie uns noch mitgeben?
Wenn Sie das GefĂĽhl haben, fĂĽr sich keine Zeit mehr zu haben, achten Sie darauf, was und wen Sie stattdessen priorisieren. Schreiben Sie sich detailliert auf, mit was Sie Ihre Zeit verbringen und treffen Sie eventuell neue Entscheidungen!

Vielen Dank fĂĽr die Anregungen!

 

Drei Fragen an Diplom-Ökonomin Dr. Verena Stephan zum Thema Altersvorsorge und finanzielle Unabhängigkeit von Frauen

Drei Fragen an unsere Referentin Dr. Verena Stephan, Diplom-Ökonomin und Finanzberaterin speziell für Frauen, ergänzend zu ihrem Online-Vortrag, über Altersvorsorge und finanzielle Absicherung für Frauen.

Warum ist es so wichtig, dass Frauen sich frühzeitig mit der Altersvorsorge beschäftigen?
Viele Frauen führen mehr als 20 Jahre den Haushalt, kümmern sich um die Kinder und vergessen, mit den Partnern über ihre eigene finanzielle Absicherung zu sprechen. Die meisten Frauen fangen daher erst ab Mitte 30 an, sich um ihre Altersvorsorge zu kümmern. Folglich werden viele Jahre verpasst, in denen ihr Erspartes wachsen könnte und sie müssen monatlich viel höhere Beiträge aufbringen, um ihre finanziellen Ziele zu erreichen.

Unsere Lebenserwartung ist so hoch wie nie: Wie kann finanzielle Freiheit auch in hohem Alter ermöglicht werden?
Steigende Lebenserwartung, historisch niedrige Zinsen sowie die Inflation sind die grundlegenden Einflussfaktoren für die Gestaltung der Altersvorsorge. Wichtig ist, dass die Investitionen der eigenen Risikoneigung entsprechen und auf die eigenen Ziele abgestimmt sind. Die Altersvorsorge stellt heute eine Mixtur aus lebenslangen Rentenversicherungen und individueller Geldanlage – für die Flexibilität – dar. Dabei sollten sowohl Versicherungen, als auch freie Geldanlagen so flexibel wie möglich sein, um auf die Veränderungen des Lebens auch in der Einzahlphase gewappnet zu sein.

Viele Frauen mit Kindern arbeiten in Teilzeit. Wir wirkt sich dies auf die Rente aus und wie kann ein fairer Ausgleich unter Paaren fĂĽr die Sorgearbeit zustande kommen?
Bleibt eine Frau beispielsweise nur drei Jahre wegen der Kinder zu Hause und arbeitet dann zehn Jahre in Teilzeit, verliert sie später – ganz grob gerechnet – ca. 300 Euro pro Monat an gesetzlicher lebenslanger Rente. Damit RentenlĂĽcken gar nicht erst entstehen, sollten die Ausfälle durch Kinderbetreuung und Teilzeit direkt ausgeglichen werden. Ein Teil des Familieneinkommens sollte in die private Altersvorsorge der Frau eingezahlt werden. Die Beträge hängen stark vom jeweiligen Einkommen ab. Ganz pauschal kann gesagt werden, dass 10 bis 15 Prozent des Nettoeinkommens in die private Vorsorge flieĂźen sollten. Hinzu kommen die Beträge, die bei der gesetzlichen Rente verloren werden. Dieser Betrag kann leicht selbst ausgerechnet werden oder auch bei der gesetzlichen Rentenversicherung erfragt werden. Ggf. sollte mindestens dafĂĽr gesorgt werden, dass abwechselnd in die private Altersvorsorge eingezahlt wird. Also ein paar Jahre fĂĽr die Frau, ein paar Jahre fĂĽr den Mann. Der jeweils andere Vertrag ruht solange. Am Ende sollten beide ĂĽber eine ausreichende Rente verfĂĽgen. Spätestens wenn ein Kind da ist und zusammen ĂĽberlegt wird, wie Arbeits- und Familienzeiten aufgeteilt werden, sollten auch die Finanzen geregelt werden.

 

Herzlichen Dank fĂĽr die Anregungen!